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Blohm + Voss (Hamburg Deutschland) - Werft
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Freedom of the Seas im Dock

Blohm + Voss (Hamburg \ Deutschland) – Werft

Geschichte seit 1877

Blohm + Voss wurde 1877 von Hermann Blohm und Ernst Voss gegründet und gilt heute als letzte der Großwerften im Hamburger Hafen. Zur Zeit ihrer Gründung gaben die Hamburger Reedereien ihre Schiffe vorzugsweise in England in Auftrag. So baute Blohm + Voss in seiner Anfangszeit Schiffe auf eigene Rechnung um sie dann zu verkaufen. Den ersten Fremdauftrag erhielt man eineinhalb Jahre nach Gründung. Die Werft sollte einen kleinen Raddampfer mit dem Namen Elbe bauen.

In der Folge erhielt die Werft weitere Aufträge in einem niedrigem Volumen. Mit dem Schwimmdock I stieg man neben Neubauten auch in das Geschäft mit Reparaturen ein und erlebte so einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1887 wurde das Werftgelände erweitert und bereits 1.200 Mitarbeiter beschäftigt.

Nachdem 1877 15.000 m² auf der Elbinsel Kuhwerder gepachtet wurden, erreichte das Areal im Jahr 1905 durch einen neuen Pachtvertrag mit dem Hamburger Senat eine Größe von 560.000 m² mit drei Kilometern Wasserfront. In dieser Zeit wurden unter anderem die SMS Kaiser Karl der Große (1899). Aufgrund der imperialistischen Bestrebungen und des Flottengesetzes wurden in der Folgezeit zahlreiche gewinnbringende Marineschiffe gebaut. So wurde Blohm + Voss zur Hauptbauwerft für Schlachtkreuzer der Kaiserlichen Marine.

Im Erstem Weltkrieg wurden hauptsächlich U-Boote gebaut – insgesamt entstanden 98 U-Boote. Daneben nur wenige Handelsschiffe, Große Torpedoboote und der Kleine Kreuzer SMS Cöln. Die zum Militärdienst einberufenen Arbeiter wurden durch Frauen und Kriegsgefangene ersetzt.

Zwischen den beiden Weltkriegen sank der Auftragsbestand und während der Weltwirtschaftskrise wurden nur kleinere Aufträge abgearbeitet sowie alte Schiffe abgewrackt. 1932 betrug die Mitarbeiterzahl so nur noch knapp 3.200.

Bereits am Ende des Ersten Weltkrieges hatten die Söhne von Hermann Blohm – Rudolf und Walther Blohm – die Geschäfte übernommen. Sie begrüßten die Machtergreifung durch die Nationalsozialisten. In Folge der Aufrüstung als Vorbereitung auf den Krieg nahmen die Aufträge rapide zu. 1933 wurde das Segelschulschiff Gorch Fock abgeliefert. (Nicht zu verwechseln mit der heute im Dienst der Deutschen Marine stehenden Gorch Fock. Diese wurde 1958 gebaut.)

Für das Deutsche Reich war Blohm + Voss einer der wichtigsten Produzenten von Handels- und Kriegsschiffen. Gebaut wurden in dieser Zeit unter anderem der Schwere Kreuzer Admiral Hipper (1936) und das Fahrgastschiff Wilhelm Gustloff (1937) der „N.S.-Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF)“. Die Zahl der Beschäftigten wuchs in dieser Zeit wieder auf 14.000 an. Am 14. Februar 1939 lief schließlich das Schlachtschiff Bismarck vom Stapel. Während des Zweiten Weltkrieges konzentrierte sich die Werft wieder auf den Bau von U-Booten. Von den insgeamt 1.153 Booten der Kriegsmarine baute Blohm + Voss mit 224 U-Booten rund 20 Prozent.

Um die Vorgaben der Regierung zu erfüllen setzten Walther und Rudolf Blohm Tausende Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Bekannt sind heute 26 Lager im Hamburger Stadtgebiet, die von Blohm + Voss betrieben wurden oder an denen man beteilgit war. Ab dem Sommer 1944 begann man zudem damit Häftlinge aus dem Konzentrationslager Neuengamme einzusetzen. 600 Gefangene wurden in einem Außenlager des KZs am Südeingang des Alten Elbtunnels interniert. Die Zahl der Toten wird bei rund 250 vermutet.

1950 waren bei der Werft nur noch 48 Angestellte und 127 Arbeiter beschäftigt. 1951 wurde die Steinwerder Industrie AG gegründet. Sie bekamm schrittweise die Erlaubnis zur Reparatur von Schiffen (1953), zum Bau von Küsten- (1954) und in der Folge von Seeschiffen (Ende 1954). 1955 wurde das Unternehmen zurück in Blohm & Voss AG benannt. Es folgte der Bau von Massengutfrachtern und ab 1962 auch wieder der Bau von Kriegsschiffen. 1968 wurden die ersten Vollcontainerschiffe gebaut und die Werft beschäftigte wieder 7.800 Menschen.

2008 erfolgte eine Reorganisation. Aus dieser gingen die Blohm + Voss Shipyards GmbH für die zivile Schifffahrt sowie die Blohm + Voss Naval GmbH für den Marine-Bereich hervor. Die zivile Sparte wurde 2011 an Star Capital veräußert. Bereits 2013 erfolgte ein erneuter Verkauf an die SKF-Gruppe.

Im Kreuzfahrtgeschäft ist man durch die Blohm + Voss Repair vertreten. Im Dock der Hamburger Werft finden sich regelmäßig Kreuzfahrtschiffe wieder um überholt zu werden und eine neue Klasse – den „Schiffs-TÜV“ – zu erhalten. Daneben ist man im Bau von Mega-Yachten engagiert. Ein weiteres wichtiges Segment sind Schiffe für die Offshore-Öl-und-Gas-Industrie. Die Blohm + Voss Shipyards GmbH beschäftigt heute rund 1.000 Mitarbeiter.

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