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Nordatlantik – Kreuzfahrt mit der „MS Norwegian Crown”
AIDA oder Mein Schiff
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Nordatlantik – Kreuzfahrt mit der „MS Norwegian Crown”

Nach einigen sehr schönen Mittelmeer-Kreuzfahrten haben sich meine Frau und ich diesmal für eine Nordatlantik-Reise entschlossen, um etwas anderes zu sehen und auch mal eine rauere Variante des Meeres kennen zu lernen. Wir verbrachten noch einige Tage in London mit dem Besuch von Museen und den wunderschönen Parks bei überraschend gutem englischem Wetter, bevor wir uns nach Dover begaben, von wo aus es losgehen sollte. Unser Schiff, die komfortabel eingerichtete „MS Norwegian Crown“ lag vor Anker und war anscheinend voll ausgebucht, was sich an der Anzahl der Reisenden zeigte, die sich vor der Brücke einfanden und meist aufgeregt mit einander plauderten. Wir trafen sogar unseren alten Bekannten von der letzten Kreuzfahrt durch die Ägäis, John, wieder, den meine Frau in Anlehnung an den treuen Freund von Robin Hood immer „Little John“ nannte, was dieser klaglos über sich ergehen ließ. Wir waren also nicht ganz auf uns alleine gestellt, als das große Schiff auslief und wir uns nach dem einrichten unserer Kabine mit Seeblick sofort ans Deck begaben, um noch einmal die weißen Klippen von Dover mit dem beeindruckenden Castle zu bewundern.

Erstes Ziel der Kreuzfahrt sollte Cobh in Irland sein, jene kleine Hafenstadt im Süden des Landes, welches meine Frau schon immer mal besuchen sollte. Natürlich war der Landgang viel zu kurz, um ihre Irland-Sehnsucht zu stillen. Cobh ist aber ein sehr malerischer Ort, der sich seinen Charme bewahrt hat. Wir besuchten die Kathedrale und genehmigten uns mitten am Tag ein Kilkenny, welches hervorragend schmeckte, uns aber auch etwas müde machte.
Von der Information, dass die unglückliche „Titanic“ Cobh als letzten Hafen angelaufen habe, ließen wir uns nicht abschrecken und fanden uns am frühen Abend wieder auf unserem Schiff ein.

Obwohl wir unsere Reise im Frühherbst antraten, hatten wir bereits des Öfteren mit schwerer See zu kämpfen, wie wir sie nie im Mittelmeer erlebt hatten. Die moderne „MS Norwegian Crown“ ist allerdings mit Stabilisatoren ausgerüstet, welche dem Sturm die Spitze nehmen, aber ein leichtes Schlingern nicht verhindern konnten. Erst draußen auf Deck, auf welches wir uns wagemutig heraustrauten, obwohl uns der vorsichtige Little John als „crazy german people“ bezeichnete, konnte man die ganze Wucht der See erleben. Große grauschwarze Wogen zogen ihre Bahnen und warfen sich schmettern gegen den Rumpf unserer schönen Norwegerin. Welch ein Schauspiel! Wieder unter Deck genossen wir nach der kalten eine heiße Dusche.

Das Essen an Bord des Schiffes war insgesamt gut, auch wenn uns der Italiener nicht so sehr gut gefallen hat, denn Pasta macht meine Frau besser. Auswählen konnten wir zwischen acht oder neun Restaurants, wobei wir meist die etwas billigeren Selbstbedienungsrestaurants ansteuerten, in welchen man schneller etwas zu Essen bekamen. Die größeren kulinarischen Abenteuer hoben wir uns für die Landausgänge auf- in Reykjavik zum Beispiel aßen wir einen hervorragenden Lachs in einem feinen Fischrestaurant. Wer hätte gedacht, dass die nördlichste Hauptstadt der Welt so gute Schlemmerlokale hat! Aber Reykjavik hat seinen ganz eigenen Reiz- besonders gut hat uns die moderne, mit gotischen Formen spielende Hallgrímskirkja, ein Wahrzeichen der Stadt, gefallen.

Die letzte Etappe über den Nordatlantik Richtung Neufundland wurde zunehmend lustiger, weil wir immer mehr Gäste kennen lernten und mit ihnen einige sehr unterhaltsame Abende in den Bars des Schiffes verbrachten. Das Unterhaltungsprogramm- Theater, Tanzabende, Kino- haben wir eher gemieden, weil wir uns immer viel zu erzählen hatten und bei einem guten Malt Whiskey lieber Bridge oder Scrabble gespielt haben. Zu unser aller Überraschung stellte sich der unscheinbare Little John in beiden Disziplinen als kaum zu besiegender Meister heraus., der kaum zu schlagen war.

St.Johns in Neufundland war für uns eine Überraschung, denn die kanadische Stadt mit gut hunderttausend Einwohnern ist doch mehr als das erwartete Fischer- und Walfängernest. Die Stadt ist das urbane Zentrum Neufundlands und scheint auch kulturell einiges zu bieten zu haben. Wir waren begeistert von den bunten alten Häusern, die in einem so schönen Kontrast zu der rauen Umgebung des Nordatlantiks stehen. Nächste Station war das noch immer an seine mondäne Ära als Urlaubsort reicher amerikanischer Industrieller im 19.Jahrhundert erinnernde Newport auf Rhode Island. Hier hatte auch der steinreiche Eisenbahnkönig Cornelius Vanderbilt ein Domizil. Heute ist Newport eher als Ort für renommierte Jazz- und Folkfestivals ein Begriff.

Und dann New York! Wir konnten es kaum erwarten, „Big Apple“ zu sehen, auch wenn hier unsere schöne Kreuzfahrt mit der „MS Norwegian Crown“ enden sollte. Die letzte Zeit an Bord verbrachten wir wegen zunehmend schlechtem Wetter eher unter Deck und nutzten auch das umfangreiche Sportangebot des Schiffs. Die Einfahrt in den Hafen von New York konnten wir zum Glück bei zwar frischem, aber klarem Wetter erleben. Schon von Ferne grüßte uns die berühmte Skyline der Wolkenkratzer, bevor sich auch die Freiheitsstatue zeigte. Dann hieß es Abschied nehmen von dem schönen Schiff und einigen neu gewonnenen Freunden, die wir jedoch nicht aus den Augen verlieren werden. Unsere Nordatlantik-Kreuzfahrt war ein unvergessliches Erlebnis, und wir denken schon darüber nach, ob wir nicht wieder mit der „MS Norwegian Crown“ auf große Fahrt gehen werden.

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