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Kreuzfahrt mit Kindern
AIDA oder Mein Schiff
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Kreuzfahrt mit Kindern

Lange haben wir hin und her überlegt, ob wir eine Kreuzfahrt wagen. Einen ganzen Urlaub auf einem Schiff zu verbringen, noch dazu mit unserem kleinen Sohn (5 Jahre), konnten wir uns erst einmal gar nicht richtig vorstellen. Aber je mehr wir uns informierten und umhörten, umso größer wurde die Reiselust und schließlich wurde entschieden: Der diesjährige Winterurlaub findet auf hoher See statt!

Wir wollten mit der MS Costa Fortuna das Mittelmeer bereisen. Die Reise würde in Savona beginnen und uns über Neapel, Palermo, Tunesien, Palma und Barcelona nach Marseille führen. Von dort aus ginge es dann wieder zurück nach Savona.

Die Anreise nach Savona erfolgte mit Flieger und Bus, und obwohl es doch recht strapaziös war, wurden wir gleich durch den Anblick des Schiffes entschädigt. Aus der Ferne sah es irgendwie klein aus, aber als wir dann daneben standen – wow! Ich finde es immer noch erstaunlich, dass so riesige Schiffe einfach so übers Meer schwimmen, und unser Kleiner kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Direkt auf dem Schiff wies man uns den Weg zu unserer Kabine, und erstaunlicherweise haben wir sie schnell und ohne Fehlgänge gefunden. Sie war zwar nicht riesengroß, (und da man ja für ein Kind doch immer etwas mehr einpacken muss, lagen später halt überall nicht mehr verstaubare Sachen herum) aber super sauber und auch recht gemütlich. Das Kinderbett verschwand tagsüber in der Kabinendecke, und ich glaube nicht, dass ein Erwachsener da wirklich gut drin schlafen kann, aber es heißt ja nicht umsonst “Kinderbett”. Unser Kabinensteward hat uns alles ausführlich erklärt und sich gleich um unsere Sonderwünsche (Kinderschwimmweste und zusätzliche Decken) gekümmert. Insgesamt konnten wir mit der Unterkunft wirklich zufrieden sein, lediglich die Klimaanlage war ein bisschen laut.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, haben wir das Schiff erkundet. Trotz des fehlenden Deckplans konnten wir uns gut zurechtfinden und haben uns während der gesamten Fahrt nicht ein einziges Mal verlaufen. Sehr beeindruckend fanden wir das Atrium im hinteren Teil des Schiffes, wo alle Schiffe der Flotte als Modell ausgestellt sind. Über 9 Stockwerke erstreckt es sich, und selbstverständlich mussten wir gleich mit einem der gläsernen Aufzüge fahren.

Später beim Essen saßen wir direkt am Fenster und konnten den Blick aufs Meer genießen, sogar Delphine sahen wir springen. Allein das war einer der schönsten Momente, und ich werde die leuchtenden Augen unseres Sohnes nicht mehr vergessen. Vor Begeisterung hätten wir fast das Essen vergessen, obwohl alles sehr lecker war. Bemerkenswert fanden wir, wie aufmerksam auf unser Kind eingegangen wurde. Allabendlich bekam unser kleiner Seeräuber sein Wunschmenü mit allem, was dazu gehört. Großartig fanden wir auch die Selbstbedienungsbuffets im 9.Stock. Dank der versetzten Öffnungszeiten (10 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachts !) drohte zu keiner Tages- oder Nachtzeit akuter Hunger, und die superdünnen, extragroßen und so lecker belegten Pizzen haben wir noch lange nach unserer Heimkehr beschwärmt und vermisst.

Im Laufe der Reise haben wir viele der Angebote an Bord genutzt. Für die Kinder gibt es den Miniclub im 12. Stock, vorne im Schiff. Der Kinderpool und ein Kletterturm mit Rutsche waren das Lieblingsziel des Nachwuchses. Unser Junge hat sich Dank der sehr engagierten Animateure dort pudelwohl gefühlt, und wir haben ihn stets guten Gewissens dorthin gebracht. Er war schon immer ganz aufgeregt und hatte hinterher unheimlich viel zu erzählen; und wir Eltern hatten auf diese Weise auch ab und zu Zeit für uns. Unsere Sorge, eine Kreuzfahrt wäre für Kinder langweilig und für Eltern (wegen dauerquengelnder Kinder) anstrengend, war vollkommen unbegründet. Unterhaltung verschiedenster Art gab es im Theater im 3. Stock. Man erwartet auf einem Schiff einfach keine Drehbühne und eine so gute Bühnentechnik, wir waren von der Sound- und Lichtanlage wirklich überrascht. Da allerdings ein reger Ansturm auf das kleine Theater herrschte, war es manchmal ein wenig drängelig, und die Shows an sich waren vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber uns hat es gefallen. Natürlich haben wir auch einen Abstecher in die Disco und ins Casino gewagt. (Zu Hause fehlt dafür einfach die Zeit, und wir hatten hier großen Spaß.)

Außerdem konnte man tagsüber wunderbar an der großen Poollandschaft entspannen, und obwohl die Pools immer gut besucht waren, habe ich stets einen Liegestuhl ergattern können. Sportfanatiker wie mein Mann kamen auch auf ihre Kosten. Im Fitnesscenter konnte er tatsächlich aufs Meer blicken, während er seine Meilen auf dem Laufband absolvierte! Weiterhin gab es auch einen Joggingpfad auf dem Schiff. Da ich kein Sportfan bin, habe ich lieber in der Sauna gesessen oder bin in das Hallenbad im hinteren Teil des Schiffes entschwunden. Es war zum einen immer gut beheizt und hatte außerdem ein fahrbares Hallendach, was man ja auch nicht alle Tage sieht.

Lediglich die Landgänge haben wir irgendwie immer verpasst. Mal war das Wetter nicht so richtig passend, einmal fühlte sich der Junior nicht wohl – wir haben es einfach nicht geschafft. Das lag vielleicht auch daran, dass es an Bord immer etwas anderes zu entdecken gab und wir drei im Urlaub immer zu kleinen Faultieren werden. Was ist schon schöner als das süße Nichtstun ?! Aber die Landgänger haben uns durchweg Positives berichtet, und bei der nächsten Kreuzfahrt raffen wir uns bestimmt auch auf!

Insgesamt haben wir uns sehr wohl gefühlt in diesem Urlaub. Es war für uns alle eine eine ganz neue und spannende Erfahrung. Unser Vorurteil, Kreuzfahrten wären etwas für Senioren, haben wir gleich am ersten Tag über Bord geworfen. Wir haben gestaunt, wie viel junge Familien mit teilweise noch sehr kleinen Kindern an Bord waren. Die gelöste Stimmung hat uns sehr gut getan, und gerade die Kinderbetreuung und der Service haben uns begeistert. Unser Sohn hat noch Monate später von seinem tollen See-Urlaub erzählt, und ich glaube er wird sich noch lange daran erinnern.
Wir Erwachsenen denken natürlich auch oft zurück, nicht zuletzt wegen der zahlreichen “kinderfreien” Stunden. Aber auch als Familie hatten wir eine sehr schöne gemeinsame Zeit voller Abwechslung. Die zwanglose Atmosphäre auf dem Schiff hat es uns wirklich leicht gemacht, den Alltag zu vergessen und mal richtig abzuschalten. Wider Erwarten war die Kreuzfahrt viel weniger stressig als manch ein Urlaub in der Ferienwohnung oder dem Hotel.

Einziger Wermutstropfen (den aber keiner zu vertreten hat) waren Anflüge von Seekrankheit, die wir aber immer gut und schnell im Griff hatten. Wer also in der Hinsicht empfindlich ist, sollte sich vor einer Seereise ein paar Mittelchen in der Apotheke zusammenstellen lassen.

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