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Kreuzfahrt im westlichem Mittelmeer

Reisebericht erstellt von: Frank
Reederei: Aida Cruises | Schiff: AIDAcara
Reisezeitraum: vom 01.01.2008 bis 10.01.2008

Kreuzfahrten werden immer beliebter. Man erhält so die Möglichkeit, auf einem komfortablen, schwimmenden Luxushotel innerhalb kürzester Zeit mehrere Länder bequem anzusteuern und bei Landausflügen intensiv kennen zu lernen. Bei kaum einer anderen Art des Reisens kann man gleichzeitig einen Hauch Seefahrerromantik und die Kultur anderer Länder erleben und zudem – dank des hervorragenden Unterhaltungsprogrammes an Bord – eine Menge Spaß haben.

So verwundert es kaum, dass beim Anblick der modernen AIDA-Kreuzfahrtschiffe sofort Fernweh aufkommt und der Gang in ein Reisebüro erfolgt. Ziel der Begierde ist das im Jahr 2005 modernisierte Clubschiff AIDAcara für eine Reise durch das westliche Mittelmeer mitten im Herbst. Trotz der Anzahl von 590 Passagierkabinen ist es ratsam, seinen Urlaub frühzeitig zu buchen. Die AIDA-Clubschiffe sind häufig sehr schnell ausgebucht. Insbesondere dann, wenn Sonderangebote offeriert werden. Aufgrund der unter Umständen nicht mehr so optimalen klimatischen Bedingungen im Spätherbst könnte man aber durchaus auch Glück haben, zu dieser Jahreszeit doch noch kurzfristig eine Kabine buchen zu können.

Die Reise startet und endet in Palma de Mallorca und verläuft über Tunesien, Malta, Sizilien/Palermo und Barcelona. Die Anreise nach Palma erfolgt gesondert. Es empfiehlt sich, einen Tag vorher anzureisen, um die Sehenswürdigkeiten der Stadt noch besichtigen zu können. Zudem verfällt man am Abreisetag beim Einchecken nicht in Stress und gerät in Zeitnot.

Im gut gefüllten Hafen empfiehlt sich rechtzeitiges Kommen. Zwar wird man noch nicht auf das Schiff gelassen, man kann aber sein Gepäck schon aufgeben. Natürlich ist es im Reisebüro auch möglich, ein Komplettpaket mit Flug nach Palma direkt am Abreisetag zu buchen. Dadurch erspart man sich das zusätzliche Einchecken des Gepäcks im Hafen.

Tag 1 und 2: Die AIDAcara sticht in See – und bleibt dort auch einen Tag lang
Es ist ein stimmungsvoller Moment, wenn das große Kreuzfahrtschiff abends endlich ablegt. Das Gepäck wurde in der Zwischenzeit in die Innenkabine gebracht. Auf der AIDAcara kann man zwischen Innen- und Außenkabinen in jeweils verschiedenen Ausstattungen wählen. Sogar Suiten mit Balkonen werden offeriert. Bei der Wahl einer Außenkabine sollte man sich vorher erkundigen, ob die Sicht nicht durch Rettungsboote eingeschränkt wird. Ansonsten sind sämtliche Kabinen zweckmäßig, sehr sauber und komfortabel ausgestattet und verfügen über genügend Stauraum für das Gepäck.

Nicht minder luxuriös ist der öffentliche Bereich des fast 200m langen Schiffes. Drei Restaurants, vier Bars, Einkaufszonen, ein Theater, Sport- und Wellness-Bereiche, diverse Pools, unter anderem auch mit FKK-Bereich, Bibliothek und diversen Einkaufsmöglichkeiten lassen keine Langeweile aufkommen. Auch an Kinder ist gedacht worden. Ein Kids-Club mit gutgelaunten Animateuren sorgt für viel Spaß. Mit Sicherheit werden alle Gäste am ersten Abend voller Staunen das riesige Schiff erkunden und an so mancher Bar Halt machen und miteinander ins Gespräch kommen.

Im Allgemeinen findet am Morgen des ersten Tages die zwingend notwendige Seenotrettungsübung statt. Nach einem Notsignal wird die Rettungsweste angelegt. Danach begibt man sich an einen Sammelplatz, an dem fachkundiges Personal die Passagiere über die wichtigsten Rettungsmaßnahmen in Kenntnis setzen. Nach dieser Pflichtveranstaltung kann man sich wieder ganz dem Vergnügen hingeben oder entspannt den Tag am Pool verbringen. Sollte als Reisezeit der Herbst gewählt worden sein, muss man eventuell schon mal mit einem Regenschauer oder etwas kühleren Temperaturen rechnen. In jedem Fall sollte auch wärmere Kleidung mitgenommen werden.

Gegen Abend wird in der Regel die Vorstellung der Crew bei einer „Swing Welcome Show“ vorgenommen. Sehr interessant und unterhaltsam, die „Herren“ des Schiffes kennen zu lernen.

Tag 3: Ankunft in Tunesien
Am frühen Morgen wird der Hafen der tunesischen Stadt La Goulette angelaufen. Von nun an hat man Zeit, bei einem Landausflug Tunesien zu erkunden. Es empfiehlt sich, dies innerhalb einer Gruppe unter fachkundiger Führung eines Reiseleiters zu tun. In der Kürze der Zeit wird man so gezielt zu den Sehenswürdigkeiten gefahren, ohne jedoch wirklich in der Individualität eingeschränkt zu werden. Jeder Urlauber erhält seine Freiheiten, in Shops zu stöbern oder genüsslich einen Kaffee zu trinken. Vor allem ein Besuch der Souks, kommerzielle Viertel in den arabischen Ländern, erweist sich als sehr interessant.

Aber nicht minder spektakulär sind die architektonischen und kulturellen Sehenswürdigkeiten Tunesiens. So lohnt sich eine Besichtigung des Bardo-Nationalmuseums in Le Bardo, ein Vorort der Hauptstadt Tunis, und des Islamischen Museums im ehemaligen Hussein-Palast. Letzteres beherbergt zahlreiche Schätze des mittelalterlichen Tunesiens.

Natürlich darf ein Besuch Karthagos nicht fehlen. Vor allem das Villenviertel ist beeindruckend. Auch die Antoninus-Pius-Thermen mit seiner herrlichen Parkanlage ist eine Reise wert. Eine Erkundungstour durch Tunesien sollte keiner bei seiner Kreuzfahrt verpassen.

Tag 4: Malta, Valletta
Während der Überfahrt über Nacht nach Malta können sich die Gäste an Bord wieder mit unterhaltsamen Shows vergnügen. In der Disco kann man zudem noch das Tanzbein schwingen, um am nächsten Morgen die Insel Malta zu erkunden.

Kurz vor der Ankunft sollte man der Empfehlung des Kapitäns folgen und bei der Hafeneinfahrt zusehen. Valletta verfügt über einen wunderschönen Naturhafen mit imposanten Festungsmauern, die von Maltas ritterlichen Zeiten zeugt. Unbedingt sollte die Stadt zu Fuß besichtigt werden. Nicht nur die Festung St. Angelo ist sehenswert, sondern auch die gesamte Altstadt. Valletta imponiert mit zahlreichen schönen Gebäuden und Kirchen. Sei es der Sitz des maltesischen Ministerpräsidenten Auberge de Castille et Léon, die Kirche Santa Barbara, die St. Johns Co. Cathedral, Fort St. Elmo oder der Großmeisterpalast. Der Besuch Maltas ist wie eine Reise in die Vergangenheit.

Tag 5: Sizilien, Palermo
Die nächste Anlaufstation dieser Kreuzfahrt ist Palermo auf Sizilien, Sitz der Cosa Nostra. Doch diese begegnet einem während des Aufenthalts zum Glück nicht. Stattdessen präsentieren sich in Palermo eine Reihe sehenswerter Kirchen und weitere architektonische Prachtbauten. Das im klassizistischen Stil erbaute Opernhaus Theater Massimo zum Beispiel sollte in jedem Fall betrachtet, allerdings weniger ausgiebig besichtigt werden. Dies sollte aber bei der im 12. Jahrhundert erbauten Kathedrale von Palermo getan werden. Sehenswerte Fassaden und ein optisch ansehnlicher Innenraum sind einen Blick wert.

Auf einem traditionellen Markt kann man sich vom quirligen, mediterranen Temperament der Sizilianer überzeugen – eine durchaus interessante Erfahrung.

Tag 6 und 7: Ein Tag Seefahrt nach Barcelona
Am sechsten Tag der Reise kann man erneut sämtliche Einrichtungen des Schiffes ausgiebig nutzen, bis man am nächsten Morgen in Barcelona anlegt. Diese Stadt muss man unbedingt gesehen haben. Nicht nur das zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Wahrzeichen Barcelonas, die Kathedrale Sagrada Familia, sondern natürlich auch die anderen beeindruckenden Sehenswürdigkeiten der katalanischen Weltmetropole. Sei es die Parkanlage Parc Güell, das Areal El Poble Espanyol mit seinen vielen Kunsthandwerksgeschäften oder einfach nur eine Gondelfahrt in der Nähe des Hafens, um den fantastischen Ausblick über den Hafen zu genießen. Barcelona ist ein Traum – und leider schon die letzte Station dieser wunderschönen und erlebnisreichen Mittelmeerkreuzfahrt. Am achten Tag legt die AIDAcara wieder frühmorgens in Palma an. Eine Zeit der Verabschiedung von den zahlreichen Urlaubsbekanntschaften und dem überaus freundlichen Bordpersonal beginnt.

Fazit
Eine Kreuzfahrt ist sicherlich im Verhältnis zu einem Hotelurlaub etwas kostenintensiver, aber dafür auch erlebnisreicher. Neben dem hervorragendem Essen, das im Reisepreis inbegriffen ist, in den sehr schön eingerichteten Restaurants, dem perfekten Service und dem überwältigenden Unterhaltungsangebot sieht man als Urlauber innerhalb einer Woche Attraktionen vierer Länder, ohne dabei jemals in Stress zu verfallen. Eine Kreuzfahrt dient nicht nur der Erholung, sondern erweitert gleichzeitig noch den eigenen Horizont.

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