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Herbst im Mittelmeer
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Herbst im Mittelmeer

Reisebericht erstellt von: seacruiser
Reederei: Costa Crociere | Schiff: Costa Fortuna
Reisezeitraum: vom 15.10.2013 bis 24.10.2013

Oktobertage im Mittelmeer und an der Atlantikküste

Mit der COSTA FORTUNA

Was liegt näher, als die schönen Sommertage des Jahres 2013 ein wenig zu verlängern?

Wo lässt sich das effektvoller durchführen, als auf einem schwimmenden Hotel in südlichen Breiten?

Unsere Wahl fiel auf eine Reise mit der COSTA FORTUNA, die in der Zeit vom 15. bis 24. Oktober 2013 stattfinden sollte.

Die Zielhäfen – abgehend von Savona – : Malaga, Casablanca, Cadiz, Lissabon, Valencia und Barcelona und Rückkehr nach Savona. Für uns eine gute Wahl, da wir uns auf ein Wiedersehen mit einigen Destinationen freuten und gleichzeitig auch Neues erkunden konnten. Die Buchung stand und wir harrten der Dinge, die da kommen würden.

Im Vorfeld „durchwanderten“ wir die Ziele, wobei wir auch den zu erwartenden Zustand unseres Schiffes nicht außer Acht lassen wollten. Immerhin war unser gewähltes Schiff bereits stolze 10 Jahre auf den Weltmeeren unterwegs und es war somit klar, dass einige qualitative Ausrüstungsstandards nicht mehr den modernsten Anforderungen genügen würden. Da wir jedoch seitens der Reederei bisher bei den – bis dato 9 Reisen – keine gravierenden Beanstandungen vorzubringen hatten, gab es auch keinen Anlass, solche zu erwarten. Trotzdem lasen wir einige „Reiseberichte“ bisheriger Gäste dieses Schiffes im Internet, die durch die Bank recht unterschiedlich ausfielen. Klar – Abnutzungserscheinungen ergeben sich in gewisser Hinsicht auch bei Schiffen neueren Datums innerhalb kurzer Zeit – das ist normal, jedoch gab es einige Hinweise, die uns ein wenig beunruhigten.

Der beste Weg, ein objektives Urteil zu fällen, ist allerdings sich hierzu eigene Meinung zu bilden. Das haben wir getan – wertfrei und ohne Voreingenommenheit :

Die Einschiffung in Savona war ein wenig schleppend, das lag offensichtlich an der Tatsache, dass eine parallele Einschiffung auf der COSTA LUMINOSA stattfand, die beide über ein einziges Terminal ausgeführt wurde, da ein weiteres Terminal im Aufbau war. Das lässt sicherlich in der Zukunft einen reibungsloseren Ablauf erhoffen. Dies tut dem Schiff allerdings keinen Abbruch! Äußerlich präsentiert sich die COSTA FORTUNA schon als eine imposante und fast fleckenlose „White Lady“.

Gegen 14°° Uhr startete die Einschiffung und wir waren vom ersten Augenblick an positiv überrascht, in welch` augenscheinlich guter Verfassung sich das Atrium und das Treppenhaus befand. Alles blitze und auch die erfahrungsgemäß am meisten strapazierten Böden waren in einem ausgesprochen akzeptablen Zustand.

Das „Empfangspersonal“ kümmerte sich sofort um die ankommenden Gäste, sofern sie diese „Hilfe“ in Anspruch nehmen wollten. Häufigere „Seefahrer“ verzichteten auf deren Dienste, um letztlich den weniger Häufigeren dieses „Hilfeanerbieten“ zur Kabinensuche und ersten Begleitung zu erleichtern.

Da sich unsere Kabine auf Deck 9 befand, stapften wir bewusst durch das Treppenhaus, wobei sich unsere ersten „Empfindungen“ nur bestätigten : es ist ein gepflegtes Schiff.

Die nach kurzer Zeit erreichte Balkonkabine zeigte an keiner Stelle erwähnenswerte Verschleißerscheinungen, die Schränke waren sauber, das Bad pico bello und die Betten gewohnt gut mit Matratzen ausgestattet. Der Balkon – sauber und mit einem kleinen Tischchen und 2 Stühlen ausgestattet. Normaler und zweckmäßiger Standard. Was wollten wir mehr ? – Gut, der montierte Fernseher war kein Flachbildgerät, damit kann man aber leben.

Unsere Koffer waren noch nicht auf dem Zimmer – somit bot sich uns die beste Gelegenheit, die übrigen allgemein zugänglichen Bereiche zu erkunden.

Deck 9 war gleichzeitig das Deck mit dem Buffet-Restaurant, der Haupt-Animations-Area und dem Sonnendeck mit entsprechender Anzahl an Liegen. Das Deck stufte sich in Terrassenform bis auf das Deck 10 und bot somit den Gästen ungehinderten Blick auf das Geschehen im Animationsbereich, sofern man das wollte.

Anderen Gästen, die eher den ruhigeren Lese-, Sonnen- oder Relax-Bereich bevorzugten, hatten hierzu auf den Decks 11 und 12 genügend Fläche, dies auszukosten. Auch in diesen Bereichen gab es keinerlei Grund zu Beanstandungen, sieht man von einigen wenigen Schrammen am Deckboden ab. Vom Haupt-Animationsbereich führt der Weg durch das Buffet-Restaurant, das gut bestuhlt und mit sauberen Tischen versehen war und auch an den späteren Nutzungstagen stets sauber gehalten wurde. Während der gesamten Fahrt ergab sich nur einmal die Notwendigkeit, eine durch Gäste-Unachtsamkeit verursachte und nicht mit herkömmlichen Mitteln zu beseitigende Verunreinigung einer Sitzbank zu erneuern. Dies geschah umgehend.

Die angebotene Speisenvielfalt und -Qualität im Buffetrestaurant ließ ebenfalls keine Beanstandung zu, wobei man natürlich keinen Vergleich mit einem 5-Sterne Hotel vornehmen sollte. Die vorhandenen Platzverhältnisse – legte man direkten Restaurantbereich, den (Raucher-) Außenbereich und die 2. Restaurantebene zugrunde – waren durchaus ausreichend, zumal die Fluktuation während der Essenszeiten ohnehin eine Regel ist.

Im Anschluss an das Restaurant bietet noch ein weiterer Bereich Platz, der sowohl zu Mahlzeiten genutzt werden kann, als auch zu oben genannten Lese-, Sonnen- oder Relax-Bereichen – zumal, wenn bei schönem Wetter das Dach vollständig geöffnet werden kann bzw. bei weniger schönem Wetter ein prima Hallenbadflair entsteht.

Nach dieser ersten „Erkundung“ und der zwischenzeitlich auf der Kabine eingetroffenen Gepäckstücke stellte sich der für uns zuständige Kabinensteward – „Antonio“ aus Honduras in netter Form vor und versicherte uns seiner Aufmerksamkeit während der Reise. –

Wir wurden während der gesamten Reise nicht enttäuscht!

Das Auslaufen der COSTA FORTUNA war für 17°° Uhr vorgesehen – bereits eine Stunde früher fand die obligatorische Seenot-Rettungsübung statt, die mittels eigens dafür vorbereiteter „roter Karten“ sehr gut organisiert war.

Diese roten Karten wurden gescannt, eingesammelt und mit den an Bord befindlichen Gästen auf elektronischem Wege abgeglichen. Somit wurde jeder „erfasst“, der bei der Übung anwesend war – fehlende Passagiere entsprechend angewiesen, diese Übung nachzuholen.

Fast auf die Minute genau legte die ca. 270 m lange FORTUNA ab und glitt in das offene Mittelmeer. Das Manöver wurde von nahezu allen Passagieren – ob jung, ob alt – mit Interesse verfolgt und viele blieben auf Deck, bis die Stadt langsam am Horizont verschwand.

18:15 Uhr – die beiden Restaurants RAFAELO und MICHELANGELO luden die Teilnehmer zur 1. Abendessen-Sitzung ein, bei dem die ausgesprochen gepflegten Erscheinungsbilder beider Restaurants gleich ins Auge fielen.

Eine bereit stehende Anzahl von Kellnern geleiteten die Passagiere zu den jeweils vorgesehenen und ordentlich vorbereiteten Tischen.

Ordentlich vorbereitet heißt : saubere, gebügelte Tischdecken, Besteck, Wasser-, Weißwein- und Rotweinglas sowie Vorsatzteller mit Stoffserviette. Zwei Tischkellner waren jeweils für eine überschaubare Anzahl besetzter Tische verantwortlich und versorgten die Gäste sowohl mit Getränken, als auch Speisen nach vorheriger Aufnahme der Wunschspeisen. An jedem Abend standen bis zu 7 Gänge zur Auswahl, die jeweils in sich noch mehrfach variiert angeboten wurden. Wer hier nichts fand, der war – mit Verlaub gesagt – zu faul zum Kauen.

Man hatte den Eindruck, jede Speise war mit viel Herz zubereitet – zu keiner Zeit hatte man das Gefühl einer lieblosen Speisedarbietung.

Das Preisniveau der Getränke lag von preisgünstig ( 1 l Mineralwasser 2,80 EURO) bis extraordinär ( 0,7 l Wein in Bandbreiten von 20 Euro bis wohin man wollte).

Ein Bierliebhaber erhielt ein gut gekühltes 0,4 l – Glas für etwa 4,80 Euro – gut, sicherlich teurer als in einem Restaurant mittlerer Klasse auf dem Festland, jedoch – so finde ich – im Rahmen. Wem dies zu teuer erscheint, der hat die Möglichkeit der „all inclusive-Zubuchung“ zu allen Mahlzeiten (ca. 14 Euro/Person + Tag) oder eines „Ultra-all-inclusive“ in Höhe von ca. 20 Euro/Person + Tag, das alle offenen Getränke während des ganzen Tages beinhaltet, außer einiger besonders gekennzeichneten Cocktails oder exklusiven Spirituosen. Es ist ein Rechenexempel – für uns rechnete es sich nicht !

Nach dem Abendessen bot sich genügend Abwechselung, beginnend mit sehenswerten Darbietungen im Theater, Tanzmöglichkeiten in der Grand Bar, den etwas kleineren Bars am Heck auf Deck 5 (allesamt mit Live-Musik) und einer prima Disco für die jüngeren Semester.

Darüber hinaus stand ein geräumiges Casinos, das Roulette, Black Jack oder auch diverse Spielautomaten aufwies, zur Verfügung.

Wem das nicht reichte, den konnte das Atrium auf Deck 3 mit ansprechender Bar und ebenfalls Live-Musik zum Verweilen einladen.

Genau über dem Atrium mit seinen gläsernen Aufzügen befanden sich noch etliche Bord-Shops, von denen nicht nur die Damen Gebrauch machten, sondern auch die Herren hier und da Interessantes fanden.

Es ist unbedingt hervorzuheben, dass das gesamte Umfeld einen ordentlichen, stets gepflegten und sauberen Eindruck machte, wofür der Hoteldirektor – Herr Lorenzo Barabba – die Verantwortung trug und der er offensichtlich stets nicht nur nachkam, sondern vorausblickend handelte.

Dafür kann die COSTA Reederei ihm und seiner Crew dankbar sein.

Ein zehn Jahre altes Schiff braucht intensive Pflege – die wurde hier an den Tag gelegt und wir können dies für unseren gesamten Reisezeitraum bestätigen.

Die während der Reise angelaufenen Häfen waren gut gewählt, bis auf das wirklich verzichtbare Casablanca. Diese Stadt hat bis auf ihre wirklich schöne Hassan II-Moschee nicht viel Sehenswertes zu bieten. Anders dagegen die Königsstadt Rabat – die wohl ein „Glanzlicht“ ist, wobei wir uns in dieser Aussage auf mitreisende Gäste beziehen. Marrakesch mag auch ihren Reiz haben, ist allerdings nur mit einem etwa 9 – 11 stündigen Ausflug zu bewerkstelligen, von dem immerhin ca. 6 – 8 Stunden (je nach Verkehrslage) im Bus verbracht werden müssen. Wer eine dieser Städte besuchen will, der ist mit der Hafen-Destination Casablanca gut bedient.

Lissabon, Cadiz, Malaga, und Valencia sind hingegen immer wieder eine Reise wert, auch wenn die wirtschaftliche Lage auf der iberischen Halbinsel zur Zeit nicht gerade rosig ist. Die Städte – insbesondere die Stadtkerne – haben viel gepflegte Kultur zu bieten, die man mit viel Liebe zu erhalten sucht.

Gleiches gilt natürlich für Barcelona. Leider war jedoch der Aufenthalt dort (wie auch in Valencia) viel zu kurz. Dies zu verlängern, könnte man meiner Meinung nach Casablanca ausklammern. – Aber das sind halt persönliche Meinungen.

Ein Resumée der Reise – aufgeteilt in drei Sektoren:

  • Wahl der Route und deren jahreszeitliche Einordnung bis auf den kleinen lokalen „Wermutstropfen“ Casablanca – in Ordnung.
  • Zustand des Schiffes erfreulicherweise einladend und bekannt frischem italienischen Design entsprechend. Trotz der bereits 10-jährigen Nutzung ist es in einem mehr als akzeptablen Zustand erhalten !
  • Besatzung durchweg höflich, freundlich, zuvorkommend und stets hilfsbereit. Es bestand keinerlei Anlass zu negativen Äusserungen.

Abschließend ist anzumerken:
Sogenannte „Kleinigkeiten“ wird man überall finden, doch man sollte die Umgebung der nörgelnden Passagiere, die meinen, sich auf Internet-Plattformen über „miserable“ Zustände auf Schiffen oder in Hotels äußern zu müssen, mal in ihren eigenen vier Wänden aufsuchen und diese zu Vergleichen heranziehen.

Es wird sicherlich manchmal Positives oder auch Negatives übertrieben – Beides ist falsch – man muss ganz einfach mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.

Immer – das sollte Prämisse sein – muss das Preis-/ Leistungsverhältnis mit in die Waage geworfen werden.

D+KvdZ-Mönchengladbach

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