AIDA oder Mein Schiff
MS Deutschland

MS Deutschland – Veränderter Ablauf für das Insolvenzverfahren

Am vergangenem Mittwoch hat die Geschäftsführung der MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gemäß § 270a InsO beim Amtsgericht Eutin gestellt. Das vorläufige Insolvenzverfahren wurde nun eröffnet. Allerdings wird die Sanierung nun nicht in Eigenverwaltung durchgeführt. Stattdessen wurde der Rechtsanwalt Reinhold Schmid-Sperber von der Kanzlei Reimer Rechtsanwälte als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. Allerdings bleibt Wolfram Günther als Sanierungs-Geschäftsführer an Bord.

Schmid-Sperber begründet seine Bestellung mit der Komplexität des Verfahrens. Das Insolvenzverfahren werde jetzt für die Gläubiger transparenter. Außerdem könnten Entscheidungen schneller getroffen und umgesetzt werden. Schmid-Sperber zeigt sich nach ersten Verhandlungen mit Investoren optimistisch, dass die Sanierung gelingen wird. Ziel ist es das Geschäfts fortzuführen – dazu wird ein Finanzierungskonzept erarbeitet. Alternativ wird aber auch nach einem Käufer für die MS Deutschland und das Unternehmen gesucht.

Auch der nun bestellte Insolvenzverwalter betonte, dass die Reisen wie geplant durchgeführt werden sollen. Auch die Mitarbeiter sind vorerst versorgt – das erste Insolvenzgeld wurde bereits an sie überwiesen.

Es erscheint schwer vorstellbar, dass die MS Deutschland keine Zukunft auf dem deutschem Markt hat. Durch die ZDF-Serie Traumschiff ist es eine bekannte Marke. Allerdings hat man auch in der Vergangenheit schon beklagt, dass man zwar viele wiederkehrende Passagiere hat, aber zu wenig nachrückende Erst-Passagiere habe. In diesem Bereich hat man daher auch entsprechende Bemühungen gestartet und ist zum Beispiel eine Vermarktungskooperation mit FTI Cruises eingegangen.

Schiffe in diesem Beitrag

MS Deutschland
MS DeutschlandBewertung: 95 %
[easy-social-share]