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MS Deutschland

MS Deutschland Gläubiger erhalten erste Abschlagszahlung

2014 musste die MS “Deutschland” Beteiligungsgesellschaft mbH (MSD) Insolvenz anmelden. Dieser Gesellschaft gehörte damals die MS Deutschland. Sie war allerdings auch hoch verschuldet. Unter anderem in Form einer Unternehmensanleihe über nominal 50 Mio. Euro zu 6,875 Prozent Zinsen. Insgesamt summieren sich die Forderungen gegen die MSD auf rund 62 Millionen Euro.

Im März 2015 wurde das ehemalige ZDF-Traumschiff nach mehrmonatiger Käufersuche von einem US-Unternehmen gekauft. Unbekannt ist nachwievor für welchen Preis die MS Deutschland letztlich veräußert werden konnte. Es war damals zu hören, dass der Preis über den öffentlichen Vermutungen gelegen hatte. Man darf den Preis daher wohl bei bis zu 20 Millionen Euro vermuten. Eine Summe die die Schulden allerdings nur zu einem Bruchteil abdecken kann.

Immerhin erhalten die Gläubiger nun überraschend früh eine erste Auszahlung. 10 Prozent der Gesamtverbindlichkeiten von 62 Millionen Euro werden als erste Abschlagszahlung an die Gläubiger ausgezahlt – also 6,2 Millionen Euro.

Das Insolvenzverfahren soll laut Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber allerdings noch einige Jahre dauern. Im Laufe dieses Verfahrens wird es an die Gläubiger noch weitere Auszahlungen geben. Klar ist heute aber bereits, dass die Gläubiger nur einen Teil ihres Geldes wiedersehen werden. Anhand weiterer Zahlungen ergibt sich dann hoffentlich auch ein genaueres Bild davon, für welchen Preis die MS Deutschland verkauft wurde.

MS Deutschland jetzt bei Phoenix Reisen

Für Fans des MS Deutschland gibt es nach der unschönen Insolvenz mittlerweile wieder Grund zur Freude. Nachdem das Schiff im vergangenem Sommer bereits für Plantours im Einsatz war, wird sie ab 2016 für fünf Sommer von Phoenix Reisen gechartert. Im Winter wird sie von Studenten des Programmes „Semester at Sea“ genutzt.

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