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MS Deutschland

MS Deutschland: Behutsame Veränderungen vom neuem Eigentümer

Neben den nicht ganz durchsichtbaren Verwirrungen rund um die MS Delphin von Hansa Kreuzfahrten, muss man sich auch bei der Peter Deilmann Reederei mit Finanzsorgen beschäftigen. Diese waren der Grund, dass die komplette Flusskreuzfahrtensparte aufgegeben werden musste. Seitdem gibt es auch immer wieder Berichte über Probleme im Hochseekreuzfahrtenbereich. Hier ist die Deilmann-Reederei noch mit der MS Deutschland aktiv. Dieses Schiff ist aus der ZDF-Serie Traumschiff einem größerem Publikum bekannt. Diese Marketinghilfe scheint aber auch kein Allheilmittel zu sein. Die Auslastung der MS Deutschland soll „nur“ 70 Prozent betragen.

Ende August hat sich die Industrieholding Aurelius mit einer Mehrheitsbeteiligung an der Reederei Peter Deilmann und der von ihr bereederten MS Deutschland beteiligt. Die Deilmann-Reederei soll einen jährlichen Umsatz von etwa 50 Millionen Euro erwirtschaften. Aurelius soll sich mit einem nicht genauer beziffertem zweistelligem Millionenbetrag engagiert haben. Wobei hier in erster Linie bestehende Verbindlichkeiten übernommen wurden. Dass dürfte der Reederei dringend notwendige finanzielle Luft verschafft haben. Dafür gab es stolze 95 Prozent der Anteile. Gisa und Hedda Deilmann hatten die Reederei von ihrem Vater übernommen und halten nun nur noch 5 Prozent und sollen nur noch als „Botschafterinnen“ für die Reederei fungieren.

Wie der Spiegel nun berichtet, versucht Aurelius nun aktiv für einige Änderungen im Betrieb der MS Deutschland zu sorgen. Demnach sei eine „behutsame Anpassung an den Zeitgeist“ geplant. Zu den Veränderungen sollen laut Dirk Markus (Chef der Investmentfirma Aurelius) „moderne Landausflugskonzepte und an den Zeitgeist angepasste Routenführung“ gehören.

Möglicherweise wird man auch dem ZDF bei der Produktion der Serie Traumschiff mehr Freiheiten einräumen. Ein kleiner Busenblitzer oder klauender Matrose könnte zukünftig vielleicht auch hier zu sehen sein. Dirk Markus will den Autoren in den Drehbüchern mehr Freiheiten erlauben. Hier hatten die bisherigen Reederinnen Gisa und Hedda Deilmann ein genaues Auge auf der Reederei genehme Geschichten.

Derweil berichtet der Spiegel, dass dem neuem Eigentümer bereits ein Angebot aus China vorgelegen haben soll. Dort wollte man das Schiff in eine auf dem Meer ankernde Spielhölle verwandeln. Das Angebot wurde allerdings von Markus abgelehnt.

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1 Kommentar

  1. Wie wirken sich die behutsamen Veränderungen bezüglich
    Routenwahl,Landausflüge und Schiffskomfort bereits
    auf die Kreuzfahrten in der Ostsee ( 2011 ) aus.
    Wir haben uns bereits angemeldet.

    Thomas Hitz