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Europäischer Kreuzfahrtmarkt in Zahlen: 6,6 Millionen Passagiere in 2015
AIDA oder Mein Schiff

Europäischer Kreuzfahrtmarkt in Zahlen: 6,6 Millionen Passagiere in 2015

Vor einigen Tagen veröffentlichte die CLIA Deutschland bereits Zahlen zum deutschem Kreuzfahrtmarkt. Nun folgen einige Zahlen zum gesamtem europäischem Kreuzfahrtmarkt.

Entwicklung der Passagierzahlen

2015 war nicht nur für den deutschen Kreuzfahrtmarkt ein neues Rekordjahr. Auch der gesamte europäische Kreuzfahrtmarkt erreichte mit 6,6 Millionen Europäern einen neuen Rekordwert. Gegenüber 2014 entspricht dies einem Wachstum von 200.000 Passagieren bzw. 3 Prozent. Seit 2008

Europa Passagierzahlen gesamt

Europäische Passagierzahlen Entwicklung

Die Auswertung einzelner Länder zeigt die weiterhin führende Rolle Deutschlands mit den meisten Kreuzfahrtpassagieren. Großbritannien konnte 2015 aber wieder etwas näher heranrücken. 2016 wird für Deutschland aber ein wieder anziehendes Wachstum erwartet und der Vorsprung wird vermutlich wieder ausgebaut.

Europa Passagierzahlen nach Ländern

Europäische Passagierzahlen nach Ländern

Großbritannien kann allerdings in ausgewählten Bereichen weiterhin die Führung beanspruchen. So kommen britische Kreuzfahrtgäste auf mehr Übernachtungen an Bord der Schiffe. Sie liegen mit 19,8 Millionen Übernachtungen deutlich vor den 15,7 Millionen deutscher Passagiere. Grund sind die mit 11,1 Nächten deutlich längeren Kreuzfahrten britischer Gäste. Deutsche Kreuzfahrtpassagiere unternahmen hingegen lediglich durchschnittlich 8,7 Nächte lange Kreuzfahrten.

Europa Kreuzfahrtmarkt Vergleich

Europa Kreuzfahrtmarkt Vergleich

Zielgebiete

Bei Zielgebieten der Europäer liegt das Mittelmeer deutlich in Führung. Die Karibik und Nordeuropa liegen in etwa gleich auf:

Europa Zielgebiete

Zielgebiete europäischer Kreuzfahrtgäste

Europa Zielgebiete Anteile

Europa Zielgebiete Anteile

Bei den deutschen Passagieren sieht das Bild etwas anders aus. Mittelmeer und Atlantik kommen zusammen „nur“ auf 42 Prozent:

Zielgebiete Deutschland

Zielgebiete der deutschen Passagiere

Stimmen

Diese Woche äußerte sich Kerry Anastassiadis, CEO von Celestyal Cruises und Mitglied im Executive Committee von CLIA Europe auf der Seatrade Cruise Global in Fort Lauderdale (Florida, United States), zu den Erkenntnissen:

Die heute veröffentlichten Zahlen bestätigen, dass sich die Kreuzfahrtbranche in Europa in einer hervorragenden Verfassung befindet. Kreuzfahrten stellen eine tolle Möglichkeit dar, um einen schönen Urlaub zu verbringen, und jedes Jahr erkennen mehr Menschen den großen Wert und Nutzen sowie die erstaunlichen Erfahrungen bzw. Erlebnisse, die ein Kreuzfahrturlaub bietet. Dies hilft uns, die attraktivste Urlaubsmöglichkeit zu werden. Und da wir eine junge Branche sind, die nur einen kleinen Teil der insgesamt getätigten Urlaubsreisen vertritt, sind unsere Wachstumsmöglichkeiten in Europa und anderswo in der Welt praktisch unbegrenzt.

Helge Grammerstorf (National Director von CLIA Deutschland):

Das Wachstum setzt sich unvermindert fort. Die Nachfrage übersteigt sogar die derzeitigen Kapazitäten. Angesichts der zwei neuen Schiffe, die 2016 auf den deutschen Markt kommen, sind wir aber zuversichtlich, dass wir dieses Jahr der Marke von zwei Millionen Passagieren sehr nahe kommen und sie möglicherweise sogar überschreiten werden.

Pierfrancesco Vago (Executive Chairman, MSC Cruises und Chairman von CLIA Europe):

Während die Kreuzfahrtbranche für eine weitere Expansion in Europa bereit ist, stehen wir vor einer Reihe von gemeinsamen Herausforderungen, die wir bewältigen müssen, um sicherzustellen, dass die Kreuzfahrtbranche auf dem richtigen Kurs bleibt. Um das künftige Wachstum zu gewährleisten, fordern wir die politischen Entscheidungsträger in Europa dazu auf, weiterhin in Richtung eines unternehmensfreundlicheren Umfeldes zu arbeiten. Wir benötigen ihre Unterstützung insbesondere bei der Reform des derzeitigen EU-Visa-Kodex, um so mehr ausländische Touristen zu einem Besuch in Europa zu bewegen. Die Kreuzfahrtbranche benötigt außerdem eine einheitlichere Anwendung der EU-Umweltgesetze und der Hafenreform auf dem gesamten Kontinent, damit die Schaffung operativer Hemmnisse in den europäischen Gewässern verhindert wird.

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