AIDA oder Mein Schiff
AIDAprima

Costa Group will die Passagierkapazität bis 2024 auf 120.000 Betten verdoppeln

Die zur Carnival Corp. gehörende Costa Group möchte laut Touristik Aktuell ihre Passagierkapazität bis 2014 verdoppeln. Damit würde die Kapazität von heute 60.000 Betten auf 120.000 Betten steigen. In der Costa Group sind die Marken Costa Crociere sowie AIDA Cruises gebündelt. Eine entsprechende Bettenkapazität kann natürlich nur durch eine weitere Flottenerweiterung erreicht werden. Bestellungen weiterer Neubauten werden daher erwartet.

AIDA Cruises

AIDA Cruises LogoAus deutscher Sicht fragt man sich natürlich vor allem, inwiefern hier eine weitere Vergrößerung der AIDA-Flotte zu erwarten ist. Hier stehen aktuell allerdings noch die Übergaben von zwei Neubauten aus. Die AIDAprima sollte nach einer kleinen Odyssee endlich im Herbst von Mitsubishi Heavy Industries an AIDA abgeliefert werden. Der zweite Neubau (AIDAperla) wird wohl 2016 fertig. Nach Verzögerung und Problemen beim Bau liegt hier aber noch kein genauerer Termin vor. Beide Schiffe werden die Flottenkapazität immerhin um jeweils 3.300 Betten erweitern.

Aktuell beträgt die Bettenkapazität der 10 AIDA-Schiffe 18.636. Wird also alleine durch die aktuellen Neubauten schon um rund 35 Prozent erweitert.

Costa Group

Costa Cruises LogoCosta Crociere kommt heute auf eine Bettenkapazität von rund 40.000 Betten. Ist also rund doppelt so groß wie AIDA – richtet sich aber natürlich auch an ein internationales Publikum. Zuletzt hat man im vergangenem Jahr die Costa Diadema mit ihren 1.862 Passagierkabinen in Dienst gestellt.

Aktuell sind für Costa keine Schiffe im Bau. Es gibt allerdings seit dem vergangenem Jahr Gerüchte um einen Neubau für das Jahr 2019. Der Bau des 170.000 BRZ-Riesen solle auf der italienischen Fincantieri-Werft erfolgen.

Wo wird erweitert werden?

Die große und auch noch offene Frage ist nun, in welchen Bereichen man die Flotte erweitern wird. Bei AIDA muss man vielleicht noch etwas abwarten, wie die deutliche Flottenerweiterung verdaut wird. Zudem muss man hier mit der immer stärker aufkommenden Konkurrenz durch TUI Cruises zurechtkommen. Mit der Ausweitung der Sphinx-Klasse auf sieben Schiffe hat man vielleicht auch ein Stück weit versucht den Markteintritt zu erschweren. Dann allerdings relativ wirkungslos.

Aktuell hat Costa im stark wachsendem asiatischem Markt eine gute Ausgangsposition. Hier hat man bereits drei Schiffe positioniert. So soll aus der Region nun auch ein substanzieller Teil des Kapazitätenwachstums stammen. Schon in wenigen Jahren soll der chinesische Markt der zweitgrößte Kreuzfahrtmarkt hinter den USA sein. Insofern ist zu erwarten, dass man erst einmal damit beginnt die Flotte von Costa zu erweitern. Bei AIDA würden mich Ankündigungen für Neubauten derzeit überraschen.

Eine Erweiterung von 60.000 auf 120.000 Betten klingt gewaltig. Heute bestehen die Flotten von Costa und AIDA zusammen aus 25 Schiffen. Neubauten dürften allerdings relativ groß ausfallen. Man könnte mit 12 Neubauten und einem Durchschnitt von 5.000 Betten pro Schiff das Ziel bereits erreichen. Dazu ein kleines Planbeispiel: Nehmen wird die aktuell 60.000 Betten und schlagen erst einmal die beiden ausstehenden AIDA-Neubauten drauf. Schon sind wir bei 66.600 Betten. Nehmen wir weiterhin an für die Marke Costa wird von 2019 bis 2024 jährlich ein Schiff mit einer Kapazität von 5.500 Betten gebaut. Das macht 99.600 Betten und eine verbleibende Lücke von 20.400 Betten. Die würde zu einem gutem Teil dann wohl von AIDA gefüllt werden.

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