AIDA oder Mein Schiff
Carnival Maritime
Das FOC erlaubt weltweite Echtzeit-Überwachung der Schiffe der Costa Gruppe

Carnival Maritime übernimmt Schiffsführung für 25 AIDA- und Costa-Schiffe

Carnival Maritime

Jens Lassen und Micheal Thamm (v.l.) freuen sich über die Eröffnung der Unit

Mit einer feierlichen Eröffnungszeremonie hat die Costa Gruppe gestern in Hamburg Carnival Maritime vollständig in Betrieb genommen. Die Marine Operations Unit wird als Schiffsführungszentrum mit 150 Mitarbeitern in Echtzeit digitale Unterstützung für die 25 Kreuzfahrtschiffe von Costa Crociere, Costa Asia und AIDA Cruises bieten. Dazu gehört die Unterstützung bei nautischen und technischen Aspekten der Schiffe.

Michael Thamm (CEO der Costa Gruppe):

Mit Carnival Maritime haben wir in das modernste Schiffsführungszentrum investiert, um unsere Kapitäne bestmöglich zu unterstützen.

Fleet Operations Center (FOC)

Das Herzstück von Carnival Matitime ist das Fleet Operations Center. Hier laufen alle Daten auf zahlreichen Bildschirmen zusammen. Die Schiffe werden von den diensthabenden nautischen Offiziere sowohl im Sicherheits- und Krisenmanagement als auch der optimalen Routenplanung unterstützt. Hierzu ist das FOC täglich 24 Stunden lang besetzt. Hierzu sind 14 Offiziere mit Berufserfahrung auf See im Schichtbetrieb im Einsatz. Verschiedene Fachabteilungen wie Security, Routenplanung oder Medical können bei Bedarf zusätzlich hinzugezogen werden.

Jens Lassen (Executive Vice President von Carnival Maritime):

Unser Ziel ist es, eine ‚Null-Vorfälle-Strategie‘ im Risikomanagement zu etablieren. Benchmark ist die Luftfahrtindustrie.

Carnival Maritime

Ein Mitarbeiter erläutert einigen Gästen die Arbeit des FOC

Neben Sicherheit auch Umweltschutz

Das Schiffsführungszentrum hilft nicht nur dabei die Schiffe sicher über die Weltmeere zu begleiten. Auch beim Umweltschutz sollen Optimierungspotentiale bei Treibstoff- und Energieverbrauch sowie Wasser- und Abfallmanagement ausgeschöpft werden. Carnival Maritime soll helfen die „Motoren optimal zu nutzen“ um so Teibstoff einzusparen. Natürlich ein Thema das eine Reederei auch aus eigener Kostensicht immer im Blick hat.

Carnival Maritime Marine Operations Unit

Infografik: Aufbau und Aufgaben des Marine Operations Unit

Wahl des Standortes Hamburg

Jens Lassen äußerte sich zur Wahl von Hamburg als Standort für Carnival Maritime:

Die Stadt spielt eine zentrale Rolle im maritimen Sektor und bietet deshalb eine sehr gut entwickelte Infrastruktur und einen großen Talentpool an qualifizierten Mitarbeitern. Eine internationale Belegschaft mit ihrer ausgezeichneten Fachexpertise und ein Unternehmensklima, in der der Einzelne Verantwortung übernimmt und innovativ an Themen herangeht, sind für uns wichtige Bausteine einer Sicherheitskultur, die wir uns gruppenweit zum Ziel gesetzt haben.

Die Costa Gruppe hatte bisher wohl einen Teil dieser Dienste in Italien beheimatet. Als die Errichtung des Schiffsführungszentrum in Hamburg bekannt wurde, kam es dort auch kurzzeitig Streiks.

Einschätzung

Solch ein Zentrum macht sicherlich viel Sinn. Nach dem Unglück der Costa Concordia dürfte man bei Costa Maritime auch besonders stark in Bezug auf Sicherheitsthemen sensibilisiert sein. Mit seiner Arbeit dürfte es die Kapitäne aber auch bei der täglichen Routenplanung unterstützen. Um einerseits möglichst treibstoffsparend von Hafen zu Hafen zu fahren und andererseits ungemütlichem Wetter frühzeitig aus dem Weg zu gehen.

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