AIDA oder Mein Schiff
AIDAprima verholt aus dem Dock zur Pier

AIDAprima: Weitere Verschiebung der Jungfernkreuzfahrt?

Update 04.08.2015: AIDA bestätigt: AIDAprima verspätet sich – AIDAstella übernimmt Orient-Saison

Die Gerüchteküche um die AIDAprima schlägt derzeit hohe Wellen. Zahlreiche Kreuzfahrten in den kommenden Monaten können online nicht mehr gebucht werden. Als erste Kreuzfahrt ist nun eine in Hamburg startende 5-tägige Kreuzfahrt ab dem 30. April 2016 buchbar.

Gleichzeitig gibt es bei der AIDAstella Veränderungen. Auch diese ist derzeit für den kommenden Winter nicht mehr buchbar. Vom 9. November 2015 bis zum 28. April 2016 werden aktuell auf aida.de keine Kreuzfahrten gelistet.

Was geht vor?

Seitens AIDA Cruises gibt es hierzu bisher keine öffentliche Stellungnahme. Schaut man auf die Facebook-Seite von AIDA Cruises so melden sich erste Nutzer mit Fragen zu Wort. Die Frage nach dem Verschwinden der AIDAprima-Jungfernfahrt wird noch mit „Wartungsarbeiten am Reservierungssystem“ abgetan. Klingt nach einer Standard-Antwort für solche Fälle. Aber das hier dann zufällig nur die AIDAprima und AIDAstella in einem ausgewähltem Zeitraum betroffen sind – an solche Zufälle mag kaum jemand glauben.

Weitere Nutzer berichten davon, dass die Hotline von einer morgigen Mitteilung spricht. Ein weiterer Nutzer meldet sich zu Wort und berichtet, dass unter MyAida seine Reise von der AIDAprima zur AIDAstella geändert wurde.

Die Antworten seitens des AIDA Social Media-Teams werden dabei teilweise recht absurd. Auf Fragen nach Gerüchten um eine weitere Verschiebung der AIDAprima-Jungfernfahrt teilt man mit, dass man sich „nicht an Gerüchten beteiligen“ möchte. Warum sollte sich ein Unternehmen auch an Gerüchte über sich selbst beteiligen? Es muss ja nur Auskunft über seine eigenen Aktivitäten geben. Zusätzlich wird noch einmal auf die Wartungsarbeiten verwiesen und ein Rückruf im Laufe des Dienstages angeboten. Man kann also nicht einmal eine einfach Ja\Nein-Antwort zur Jungfernkreuzfahrt geben?

Umstände unter denen Gerüchte und Vermutungen zu einer weiteren Verzögerung der AIDAprima-Ablieferung natürlich sofort fruchtbaren Boden finden. Zumal kürzlich eine Testfahrt nicht stattfand und das Schiff vom Kai zurück ins Trockendock wanderte. Vermutet wurde ein Maschinenproblem. Öffentlich wurde auch eine Taifunwarnung als Grund genannt. Maschinenprobleme kommen auf Schiffen schon einmal vor und lassen sich in der Regel innerhalb von Tagen beheben. Sofern kein Totalschaden vorliegt oder ein Konstruktionsfehler sollte es eigentlich keine Ursache für eine Verschiebung sein.

Die Jungfernkreuzfahrt der AIDAprima sollte einst am 20. März 2015 stattfinden. Sie wurde bereits wegen Problemen beim Bau auf den 1. Oktober 2015 verschoben. Eine erneute Verschiebung wäre natürlich äußerst Blamabel. Mit der Blamage, Imageschaden und dem Ärger der Kunden müsste vor allem AIDA Cruises leben. Für die Bauwerft Mitsubishi Heavy Industries kommen schon jetzt hunderte Millionen Euro Verluste hinzu. Eine weitere Verschiebung dürfte hier schnell weitere Verluste auflaufen lassen. Europäische Werften würde dies wohl an den Rande des Ruins bringen. Der japanische Konzern wird diesen Umstand hingegen verkraften können.

Und nun?

Es bleibt nur den Verlauf des Dienstages abzuwarten. Sollte es hier etwas zu vermelden geben, kann AIDA dies natürlich nicht lange vor sich herschieben. Schon jetzt erscheint es unprofessionell, Veränderungen an den Buchungen von AIDAprima und AIDAstella vorzunehmen, ohne die Kunden gleichzeitig zu informieren.

Da man auf die vielen Fragen der Facebook-Nutzer nicht mit einer simplen Antwort zurückmeldet, dass die Kreuzfahrten wie geplant stattfinden, bleibt aus unserer Sicht für den Moment am Wahrscheinlichsten, dass es erneut zu Änderungen kommen wird. Diesmal würde dies aber wohl auch Auswirkungen auf die AIDAstella haben.

Update 09:30 Uhr: Die beiden Schiffe sind auch weiterhin für die Zeiträume in der Buchungsmaske von AIDA Cruises nicht mehr zu finden. Gebuchte Passagiere warten weiterhin auf eine Stellungnahme. Große Zweifel an einer weiteren Verschiebung erscheint derzeit aber nicht mehr angebracht zu sein. Berichtet wird auch daon, dass seit Tagen am „Reservierungssystem“ gearbeitet wird. Aber wohl eher weniger für simple Wartungsarbeiten, sondern um die zahlreichen Daten umzustellen (Routen streichen, neue Routen, gebuchte Passagiere auf neue Routen umbuchen).

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