AIDA oder Mein Schiff
AIDA Umweltdirektorin Dr. Monika Griefahn mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks
AIDA Umweltdirektorin Dr. Monika Griefahn mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks

AIDAprima und Schwesterschiff kommen 2016 mit Dual-Fuel-Motor

AIDA Cruises stellt heute in einer Pressemitteilung sich selber als Vorreiter des Umweltschutzes heraus. Das geschieht sicherlich nicht zu unrecht. AIDA unternimmt zahlreiche Initiativen um ständig umweltfreundlicher zu werden.

AIDAprima und ihr Schwesterschiff kommen 2016

AIDAprima Hamburg„Irgendwann“ im Jahr 2016 wird die AIDAprima erstmals für AIDA Cruises in See stechen. Soviel scheint sicher zu sein. Verkauft werden aktuell Kreuzfahrten ab April. Je nachdem wann das Schiff nun endlich fertig wird, dürfte es aber sicherlich noch einige zusätzliche Angebote vor diesem Termin geben. Insbesondere da man sie vermutlich nicht die komplette Strecke von Japan nach Hamburg ohne Passagiere fahren lassen wird.

Offen war bisher hingegen die Frage, wann das Schwesterschiff der AIDAprima folgen würde. Hier erschien uns 2016 nach den Problemen mit der AIDAprima nicht mehr wirklich sicher zu sein. Nun lässt AIDA in der Pressemitteilung mit diesen Worten aber ein wenig aufhorchen: „AIDAprima und ihr Schwesterschiff, die 2016 in Dienst gestellt werden“. Kommen also beide 2016? Bisher werden für das Schwesterschiff noch keine Reisen verkauft und auch ein Name wurde nicht bekanntgegeben. AIDA lässt sich bisher alle Optionen offen, aber der Herbst 2016 scheint es vielleicht doch noch zu werden.

AIDA um Umweltschutz bemüht

Mit einem Sonderzug der Deutschen Bahn fuhr eine deutsche Delegation zur 21. UN-Weltklimakonferenz nach Paris. Dabei auch Dr. Monika Griefahn (Direktorin für Umwelt und Gesellschaft bei AIDA Cruises). Sie stellte im „Train to Paris“ die Klimaschutzinitiativen von AIDA Cruises vor:

Für uns sind wirtschaftlicher Erfolg und nachhaltiges Handeln kein Widerspruch, im Gegenteil. Dies ist die Basis, um langfristig erfolgreich zu sein. AIDA leistet beim Klimaschutz in der Kreuzfahrt Pionierarbeit, nicht nur, wenn es um den Einsatz von Flüssigerdgas (LNG) als emissionsarmem Brennstoff geht.

Green Cruising mit LNG

Als erste Kreuzfahrtreederei wird AIDA Cruises ab 2019 bzw. 2020 Schiffe betreiben, die zu 100 Prozent auf Flüssigerdgas (LNG) zurückgreifen. Der Ausstoß von Rußpartikeln und Schwefeloxiden soll hierdurch um 100 Prozent, der von Stickoxiden um 80 Prozent und der von CO2 um 20 Prozent reduziert werden.

Dual-Fuel-Motor für die AIDAprima

Mit der AIDAprima und ihrem Schwesterschiff geht AIDA einen ersten Schritt Richtung LNG-betriebenes Schiff. Beide Schiffe werden im Hafen mit LNG betrieben werden können. Dazu verweist man darauf, dass ein Schiff 40 Prozent der Zeit im Hafen liegt. Dies setzt in den Häfen allerdings die notwendige Infrastruktur für den LNG-Betrieb voraus.

LNG Hybrid Barge seit Mai im Einsatz

Schon seit Ende Mai nutzt AIDA Cruises bereits LNG. Während ihrer Liegezeit im Hamburger Hafen wird die AIDAsol von einer LNG Hybrid Barge – einem schwimmendem Blockheizkraftwerk – mit Strom versorgt.

Abseits von LNG

AIDA verfolgt noch einige weitere Strategien für den Umweltschutz und unter dem Motto „Green Cruising“. So werden die AIDAprima und ihr Schwesterschiff beidseitig mit einem Landstromanschluss ausgestattet sein. Das umfassende Filtersystem soll Stick- und Schwefeloxide sowie Rußpartikel um 90 bis 99 Prozent reduzieren. Verschiedene weitere Maßnahmen sollen den Energieverbrauch zudem um 20 Prozent reduzieren. So wird das Schiff druch die MALS-Technologie auf einem Luftblasenteppich „gleiten“. Auch beim Rumpfdesign sowie den Azipod-Antrieben gibt es Maßnahmen zur Effizienzsteigerung.

Einschätzung

AIDA Cruises ist um den Umweltschutz bemüht. Das hat sicherlich viele Gründe. Die rechtlichen Rahmenbedingungen verschärfen sich, die Urlauber verlangen dies, es kommt der Marke AIDA zu gute und man spart womöglich auch Treibstoffkosten. Vielleicht hat man auch wirklich ein Herz für die Natur, aber aus Erfahrung sollte man von Unternehmen nicht zuviel uneigennütziges erwarten. Das ist auch nicht unbedingt notwendig, wenn die Rahmenbedingungen stimmen und die Unternehmen so automatisch in die richtige Richtung „lenken“.

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