AIDA oder Mein Schiff
AIDA Cruises Logo

AIDA Cruises steigt in den boomenden chinesischen Kreuzfahrtmarkt ein

Für eine große Überraschung sorgt heute AIDA Cruises mit der Meldung, dass man im Frühjahr 2017 in den chinesischen Markt eintreten wird. Prägnant übertitelt man seine Pressemitteilung mit „Kreuzfahrten „Made in Germany“ ab Frühjahr 2017 für den chinesischen Markt„.

AIDA plant ab dem Frühjahr 2017 ein Schiff ganzjährig in Shanghai zu positonieren. Dies hat man auf der „10th Annual China Cruise Shipping“ in Shanghai mitgeteilt. Das Schiff soll dan ganzjährig Kreuzfahrten für den chinesischen Markt anbieten.

Michael Thamm (CEO der Costa Gruppe) kommentierte die Pläne:

Durch das kontinuierliche Wachstum von AIDA haben wir Deutschland zum zweitgrößten Kreuzfahrtmarkt der Welt entwickelt. Mit unserer Marke Costa leisten wir seit 2006 Pionierarbeit in China und haben als erste internationale Reederei dort den Kreuzfahrtmarkt aufgebaut. Die Erweiterung unseres Produktportfolios auf dem wachstumsstärksten Markt der Welt ist ein strategischer Schritt für die weitere erfolgreiche Entwicklung von Costa und AIDA.

Auch AIDA Präsident Felix Eichhorn zeigte sich stolz auf den Markteintritt:

Wir sind stolz darauf, dass wir dem aufstrebenden chinesischen Markt weitere wichtige Impulse geben werden. AIDA wird mit seinem Lifestyle-orientierten und innovativen Produkt ‚Made in Germany‘ viele neue Gäste für diesen noch jungen Markt erschließen. Gleichzeitig werden wir mit unseren vier Neubauten, die bis 2020 in Dienst gestellt werden, das enorme Wachstumstempo des deutschen Marktes auch in Zukunft maßgeblich bestimmen.

AIDA verweist zudem darauf, das der ehemalige AIDA Präsident Michael Ungerer seit dem 1. September 2015 als Chief Operations Officer Carnival Asia in Shanghai tätig ist. Zuvor war er für 17 Jahre in führenden Positionen an der Entwicklung von AIDA Cruises beteiligt. Ihm dürfte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der „China-Pläne“ zukommen.

Offen bleibt erst einmal welches Schiff AIDA in Shanghai positionieren wird. Hierzu möchte man erst zu einem späterem Zeitpunkt weitere Informationen veröffentlichen. Wird es der zweite AIDAprima-Neubau? Oder vielleicht erst einmal nur eines der kleineren und älteren Schiffe? Auch wenn es von AIDA Cruises nicht explizit mitgeteilt wird, so darf man davon ausgehen, dass das künftige „China-Schiff“ nicht die Buchung durch deutsche Passagiere vorgesehen ist.

Dieser Schritt durch AIDA ist sicherlich in erster Linie dem rasant wachsendem chinesischem Markt geschuldet. Man kann natürlich aber auch die Frage stellen, ob AIDA und TUI Cruises zusammen nicht langsam das Marktpotential in Deutschland ausschöpfen. Bis 2020 werden beide Reedereien noch einmal zahlreiche Neubauten in den Markt drücken.

Alle Reedereien drängen nach China

Der chinesischen Kreuzfahrtmarkt wächst derzeit extrem schnell und soll schon bald Deutschland als zweitgrößten Markt der Welt ablösen und langfristig sogar die USA als Nummer 1 ablösen. Entsprechend stürzen sich derzeit alle Reedereien in diesen Markt um sich frühzeitig Marktanteile zu sichern. Carnival ist hier besonders aktiv. Schon lange unternimmt man über die Marke Costa Vorstöße in den Markt. Nun werden aber auch die Marken AIDA Cruises, Carnival Cruise Line und Princess Cruises in diesen Markt eintreten.

Aber auch die Carnival-Konkurrenz schläft nicht. Royal Caribbean International hat den Neubau Quantum of the Seas in den chinesischen Markt beordert. MSC Kreuzfahrten wird dort mit der MSC Lirica aktiv und Norwegian Cruise Line hat erst gestern angekündigt einen Neubau für den chinesischen Markt zu optimieren.

[easy-social-share]