AIDA oder Mein Schiff
AIDAmar Ausrüstungskai Meyer Werft Papenburg

AIDA Cruises – Meyer Werft erhält Auftrag für Neubauten mit Ablieferung in 2019 und 2020

AIDA Cruises wird nach zwei Neubauten seinen Japanausflug beenden und die nächsten beiden Schiffe wieder in Papenburg von der Meyer Werft bauen lassen. Gebaut werden zwei Ozeanriesen mit einem Volumen von über 180.000 GT. An Bord werden sich über 2.500 Kabinen befinden. Bei Doppelbelegung werden damit über 5.000 Passagiere gleichzeitig an Bord sein. Der erste Neubau soll 2019 abgeliefert werden, 2020 folgt dann das zweite Schiff.

Mit diesem Neubauprojekt möchte man bei AIDA Cruises seinen Wachstumskurs fortsetzen. Noch im laufendem Jahr wird mit der AIDAprima ein Schiff die Flotte erweitern. 2016 folgt dann noch ein baugleiches Schwesterschiff. Hierauf wird sich dann allerdings eine Neubaulücke von drei Jahren bis zu den nun in Auftrag gegebenen Schiffen auftun.

Letztlich ist es wenig überraschend, dass AIDA sein Japan-Abenteuer beendet. So musste man die Jungfernfahrt der AIDAprima um einige Monate verschieben, weil die Werft Mitsubishi Heavy Industries den Auftrag nicht pünktlich fertigstellen konnte. Hierdurch entstanden für den japanischen Konzern hunderte Millionen Verluste. MHI selber hatte diese im vergangenem November auf insgesamt 720 Millionen Euro für beide Schiffe beziffert. Ein großer Teil der Verluste dürfte dabei durch fällige Strafzahlungen an AIDA Cruises entstehen.

Neubauten setzen auf LNG

Insbesondere beim Umweltschutz will man mit den beiden Neubauten erneut Maßstäbe setzen. AIDA spricht hier vom „Green Cruising“-Konzept. Als weltweit erste Reederei möchte man bei der neuen Schiffsgeneration zu 100 Prozent auf LNG (Flüssigerdgas) setzten. Als Folge würde es keinerlei Emissionen wie zum Beispiel Rußpartikel und Schwefeloxide mehr geben.

Darüberhinaus sind die Informationen zu den beiden Neubauten aber bisher noch recht spärlich. Für die kommenden Monate kündigt man hier weitere Veröffentlichungen an. Interessant ist allerdings ein Vergleich zur AIDAprima. Diese wird im Herbst von AIDA übernommen und dann das neue Flaggschiff der Flotte werden. Mit rund 124.500 GT und 1.643 Passagierkabinen wird sie dann das größte Schiff der Flotte sein. Mit den nun angekündigten 180.000 GT und über 2.500 Passagierkabinen wird AIDA Cruises 2019 noch einmal in neue Größendimensionen vorstoßen. AIDAstella und Co. mit 71.304 GT und 1.097 Kabinen muten im Vergleich schon wie Zwerge an.

Stimmen zum Neubauauftrag

Michael Thamm (CEO der Costa Gruppe) verwies auf das Wachstum:

Vor allem durch das kontinuierliche Wachstum von AIDA haben wir Deutschland inzwischen zum zweitgrößten Kreuzfahrtmarkt der Welt entwickelt. Wir freuen uns sehr die langjährige, partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Meyer Werft erfolgreich fortzusetzen.

AIDA-Präsident Michael Ungerer kommentierte wie folgt:

Wir setzen unsere Innovationskraft und Kreativität ein, um unseren Gästen mit diesen außergewöhnlichen Schiffen unvergleichliche Urlaubserlebnisse zu schaffen. Mit noch mehr Individualität, Vielfalt, persönlichem Freiraum und Service werden wir nicht nur unsere AIDA Fans, sondern auch unzählige neue Gäste begeistern.

Auch der geschäftsführende Gesellschafter der Meyer Werft Bernard Meyer kommentierte den Auftrag kurz:

Wir haben für AIDA Cruises in den letzten Jahren bereits sieben sehr erfolgreiche Schiffe gebaut. Wir freuen uns über das in uns gesetzte Vertrauen, um dieses ehrgeizige Neubauprogramm in Papenburg umzusetzen.

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