AIDA oder Mein Schiff
AIDA Flotte

10 Neubauten für Costa Crociere und AIDA Cruises?

Update 3: Carnival: Meyer Werft erhält Auftrag zum Bau von 4 Schiffen – Fincantieri baut 5 Schiffe

Bereits im Februar berichteten wir über die Expansionspläne der Costa Group. In der zum Carnival-Konzern gehörenden Costa Group werden die Marken Costa Crociere und AIDA Cruises gebündelt. Inklusive der beiden AIDA-Neubauten in Japan kommt die Costa Group bald auf insgesamt 26 Kreuzfahrtschiffe. Mit der Übergabe der AIDAprima im Herbst wird man die Bettenkapazität die Marke von 60.000 überspringen. Man soll allerdings das Ziel verfolgen die Bettenkapazität bis 2024 auf 120.000 zu verdoppeln.

Eine deutliche Erweiterung der Flotte ist für dieses Ziel natürlich unumgänglich. Entsprechend kommen zuletzt immer wieder Gerüchte auf. Zuletzt hatten Medien – The Medi Telegraph – berichtet, dass man bei Costa 10 Neubauten in Auftrag geben wird. Jeweils fünf Neubauten sollen hierbei an die Meyer Werft sowie die italienische Werft Fincantieri vergeben werden.

Man geht davon aus, dass die Neubauten „groß“ ausfallen werden. So wird davon gesprochen, dass die Flotte von Costa um eine neue Schiffsklasse erweitert wird. Der 170.000 BRZ-Prototyp könnte direkt mit einem Schwesterschiff geordert werden. Nach dem „Japan-Abenteuer“ soll man bei AIDA Cruises die nächsten Neubauten wieder in Europa bauen lassen wollen.

Der Auftrag sollte ursprünglich auf der Seatrade in Miami verkündet werden. Nach der Terrorattacke in Tunesien habe man sich allerdings für eine Verschiebung entschieden. Aktuell spricht man davon, dass der Auftrag Ende dieser Woche verkündet werden könnte – wohl schon am morgigem Freitag.

Die Meyer Werft am Standort Papenburg hat frühestens 2018 – vielleicht auch erst 2019 – wieder einen freien Slot für die Ablieferung eines Kreuzfahrtschiffes. Am Standort Turku dürfte 2018 möglich sein – insofern TUI Cruises hier nicht eine Option für den Bau der Mein Schiff 7 zieht. Was angesichts hoher Auslastungszahlen gar nicht so unwahrscheinlich erscheint. Offen bleibt hier aber erst einmal, ob man in Turku nicht möglicherweise auch zwei Kreuzfahrtschiffe pro Jahr bauen könnte. Bei Fincantieri ist wohl erst im Jahr 2019 die Fertigstellung eines Schiffes möglich.

Einschätzung

Zehn Neubauten wären natürlich eine Megaauftragsvergabe. Die spannende Frage wäre hier nichtzuletzt, für welche Marken hier gebaut würde. Nicht unwahrscheinlich zudem, dass sich die Zahl „10“ nicht nur aus sofortigen Neubauaufträgen, sondern auch zukünftigen Optionen zusammensetzt. Sowohl Costa als auch AIDA haben sicherlich das Potential für neue Schiffe in der Flotte. Nicht zu vergessen ist hier zudem auch Costa Asia. Bei Costa setzt man große Hoffnungen in das China-Geschäft und eine Flottenerweiterung ist hier unumgänglich um sich Marktanteile zu sichern.

Eher unwahrscheinlich erscheint, dass man morgen verkünden wird, auf der Meyer Werft fünf neue Schiffe für AIDA bauen zu lassen. Die Zahl wäre vielleicht inklusive zukünftiger Optionen möglich. Interessant ist aber sicherlich die Frage, ob man nun versuchen könnte Schwesterschiffe zur AIDAprima von Meyer bauen zu lassen oder aber eine neue Schiffsklasse wählt.

Viele Fragen bleiben noch offen. Hoffen wir auf baldige Antworten.

Vieles spricht außerdem weiterhin dafür, dass man bei Virgin Cruises seine zwei ersten Schiffsbauten an die Meyer Werft vergeben möchte. Vieles spricht für eine gute Auslastung der Meyer Werft in den nächsten Jahren.

Update: Die Osnabrücker Zeitung berichtet aktuell ebenfalls über den erwarteten Costa-Auftrag. Laut ihren Informationen sollen in Papenburg allerdings „nur“ vier Schiffe gebaut werden. Seitens der Meyer Werft möchte man die Berichte derzeit „weder bestätigen, noch dementieren“. Die Schiffe sollen laut italienischen Medienberichten zwischen 2019 und 2022 gebaut werden.

Update 2: In ihrem aktualisiertem Artikel reduziert die Osnabrücker Zeitung die Bestellung auf nur noch zwei Schiffe. Es würde aber durchaus den Branchengeflogenheiten entsprechen, sich neben festen Bestellungen Optionen auf den Bau weiterer Schiffe zu sichern.

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2 Kommentare

  1. Die Osnabrücker Zeitung redet in Ihren Artikeln aber auch immer nur von Papenburg!
    Möglich ist ja auch eine Aufteilung der Schiffe in Papenburg und Turku.
    Da es sich rein rechtlich um zwei verschiedene Unternehmen handelt wird wohl der eine Teilauftrag nach Papenburg und ein weiterer an Meyer Turku gehen.
    Bei fünf Schiffe an Papenburg hieße ja bis mind. 2025 Vollauslastung ohne einen freien Slot für andere Kunden und das wird Meyer insbesondere im Hinblick auf die wohl schon weit fortgeschrittenen Virgin Verhandlungen nicht machen wollen oder können.

  2. Turku ist da sicherlich auch eine offene Frage. Schon alleine, ob man dort nicht von einem auf zwei Kreuzfahrtschiff-Neubauten pro Jahr gehen könnte. Man baut jetzt „nebenbei“ ja auch eine Fähre. Ansonsten könnte ich mir gut vorstellen, dass noch eine Mein Schiff 7 und 8 gebaut werden könnte. Nachfrage hat TUI scheinbar genug.

    In Papenburg können wohl zwei große Kreuzfahrtschiffe pro Jahr gebaut werden. Da sollte der Virgin-Auftrag nicht im Wege sein. Je nach Größe könnte vielleicht auch das kleinere Baudock I genutzt werden. Scheint aber wohl eher unwahrscheinlich zu sein.