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Es ist nicht alles gut auf der MS Hamburg, Bewertung
AIDA oder Mein Schiff

Es ist nicht alles gut auf der MS Hamburg

MS Hamburg
Bewertung erstellt von: moolcruiser
Reederei: Plantours & Partner | Schiff: MS Hamburg
Reisezeitraum: vom 22.12.2013 bis 08.01.2014

Silvesterkreuzfahrt Kap Verde – Walvish-Bay/Namibia 22.12.2013 -08.01.2014
–Kreuzfahrtschiff nur bedingt tropentauglich–

„Träumen Sie von angenehmer Ruhe oder sind Sie lieber mittendrin?“
„Schweifen Sie gerne in die Ferne oder fühlen Sie sich lieber wie zu Hause?
So oder ähnlich verlocken Werbeaussagen im Hochglanzkatalog der Reederei Plantours-Kreuzfahrten, Bremen.
Im Kontrast dazu und zu den vollmundigen Beschreibungen verschiedener Internet-Kreuzfahrt-Portale wurde uns auf der MS Hamburg während der 16-tägigen Kreuzfahrt nach Namibia einiges „geboten“.
Aufgrund der selten angebotenen Route von den Kapverdischen Inseln über Sierra Leone, Elfenbeinküste, Benin, Kamerun, Sao Thomé, Angola nach Namibia entschlossen wir uns wie auch 330 weitere Passagiere diese Kreuzfahrt mit der MS Hamburg ( Reederei Plantours, Bremen) im Mai 2013 zu buchen. Im Katalog standen auch die entsprechenden Landausflüge mit den Preisen, die in normaler Höhe um die 50 bis 60 Euro ausgewiesen waren.
Im Oktober 2013 erhielten wir von Plantours Unterlagen zu den Landausflügen zur Buchung. Hier waren nun die Preise mit bis zu 150% höheren Angaben enthalten. Nachfragen nach dem Grund der hohen Preise wurden u. a. folgendermaßen begründet:
…“Viele touristische Leistungen wie Busse und Reiseführer müssen von weit her zum entsprechenden Hafen gebracht werden, außerdem unterliegen viele der angefahrenen Länder extremen Wechselkursschwankungen. Daher war eine endgültige Kalkulation erst jetzt möglich…“
Beide Argumente sind fadenscheinig und konnten vor Ort widerlegt werden.
Im November wurde uns noch ein weiteres Schreiben eines Prinz Bopke v. Allada (Voodo-Prinz in Benin) aus Berlin zugesandt. Recherchen im Netz ergaben, dass er als Student der Verkehrsplanung aus dem sozialistischen Benin in die DDR kam. Heute ist er Voodoo-Meister mit Prinzentitel – und verkauft Voodoo-Reisen in seine Heimat.
Mit dieser schillernden Person machte also Plantours Geschäfte und es sieht so aus, dass sich Plantours diesem Mann aus Benin bei der Planung vollkommen auslieferte und sich die Preise von ihm diktieren ließ.
Schon vor dem Einchecken im Flughafen Düsseldorf und an Bord kamen wir mit vielen Passagieren ins Gespräch. Hauptthema war sofort das Preisgebaren von Plantours bei den Landausflügen. Viele fühlten sich erpresst, wollten aber von der Reise nicht zurücktreten, da sie ja an den Landausflügen teilnehmen wollten.

An den ersten beiden Seetagen an Bord konnten wir das Schiff kennenlernen:
Es ist klein (15000 BRT), eng und die Plätze am Sonnendeck waren oft belegt und man musste sich beeilen, eine geeignete Liege oder Stuhl zu ergattern. Teilweise standen Liegen verschmutzt an Deck und wurden erst nach Aufforderung gereinigt.
Die MS Hamburg hat zwei Restaurants, wobei der Palmengarten wegen unzureichender Kühlung (Temperaturen bis zu 35 Grad und hohe Luftfeuchtigkeit) die Passagiere abschreckte. Diverse Türen zu diesem Restaurant mussten repariert werden, damit die heißen Außentemperaturen nicht in die Innenräume gelangen konnten. Dieser Zustand dauerte immerhin über 8 Tage. Ebenso der Trimm-Dich-Raum war in dieser Zeit nicht zu benutzen, weil die Raumtemperaturen zu hoch waren.
Die fast ausschließlich ukrainische Besatzung und der Restaurantleiter mit ihrer schwerblütigen Mentalität nahmen es nicht so genau und erst nach mehrmaligen intensiven Beschwerden war es dann soweit, dass man in diesem Raum erträgliche Temperaturen vorfand.
Zu bemängeln war die Präsentation des Selbstbedienungsbuffets im Vorraum zum Palmgartenrestaurant, der offen zum Sonnendeck überging und sich nicht schließen ließ. Eine Tür war nicht vorhanden. Frühstück, Mittagessen und Abendessen wurden auf ungekühlten Tresen bereitgestellt. Salate, Wurstaufschnitt und Käse waren binnen kurzem unappetitlich warm und flossen davon.
Im beigefügten Flyer “ Alles an Bord von A-Z“ heißt es:
„Das gesamte Schiff ist klimatisiert. Die Temperatur in Ihrer Kabine ist individuell regelbar“
Die Passagiere (Durchschnittsalter: 70-plus) mussten leider feststellen, dass nur eine Belüftung existierte. Eine individuelle Temperatureinstellung auch in den Kabinen , angepasst an die tropischen Außentemperaturen, existierte oder funktionierte nicht.
Der Wellnessbereich war äußerst bescheiden. Der Saunagenuss war eingeschränkt, da dort und den Kabinen kein kaltes Wasser floss. Zeitweise kam braunes Wasser aus der Leitung.
Der kleine Fiseursalon mit zwei Plätzen im Innenbereich auf Deck 1 war klein und ungepflegt. Fußpflege und Haarbehandlung fanden gleichzeitig statt. Der Fußnagelstaub flog quer durch den Mini-Salon. Der Boden war übersät mit Haarresten vorheriger Kunden.
Mindestens 5-mal fielen die Toiletten aus, teilweise wurden Kabinen mit Fäkalien überschwemmt.
Von Plantours waren u. a. der Kreuzfahrtdirektor ( Mannheim) und die Ausflugsleiterin (Moskau) an Bord. Unglückliche Äußerungen von beiden gegenüber den Passagieren in der Lounge heizten die gereizte Stimmung weiter an.
Das hatte man auf einem Kreuzfahrtschiff noch nicht erlebt:
Viele Passagiere fühlten sich wie Kleinkinder behandelt und wehrten sich vor versammelten Auditorium lautstark. Die Ausflugsleiterin versuchte Fragen der Passagiere mit sozialistischer Dialektik abzuwimmeln. Der Kreuzfahrtdirektor machte vollkommen deplazierte Witze über das Verhalten weniger Passagiere, und projizierte dies auf alle Gäste. Es kam zu peinlichen Situationen.
Klappten Programmpunkte an Land nicht so wie angekündigt, wurde dies mit der Formulierung“ Das ist eben Afrika“ abgetan. Wir hatten aber den Eindruck, dass Plantours keinerlei Vorexkursion durch die Länder mit Überprüfung vor Ort durchgeführt und blind den einheimischen Agenten vertraut hat.
Das Kulturprogramm an den Abenden war kümmerlich, qualitativ dritte Liga und wurde von vielen Passagieren kritisiert. Das Musik- und Fernsehangebot in den Kabinen und auf Deck wurde nachlässig bedient.
Der Platz im öffentlichen Bereich ist auch für 330 Passagiere zu gering ausgelegt und reichte bei schlechtem Wetter ( tropische Regengüsse) nicht aus.
Im Restaurant existieren überwiegend 6-er und 8-er Tische. Die sind aber so klein, sodass die Gäste Schulter an Schulter sitzen mussten – ein „äußerst kommunikatives“ Angebot.
Beim Frühstück wurden im Restaurant nicht sämtliche Tische gedeckt, sodass auch während dieser Zeit eine drangvolle Enge vorhanden war.
Die Landausflüge klappten überwiegend. Aber auch da zeigte sich eine schlechte Vorbereitung von Plantours und Ihrem Prinzen Bobke. Z. B. hatten sich die Busse in Abidjan in der Stadt verfahren und standen nachmittags nicht zur Verfügung, sodass die Touren (um 14:00 Uhr angesetzt) nach mehrmaligen Ankündigungen offiziell erst gegen 16:00 Uhr abgesagt werden mussten. Eine Gelegenheit zu individuellen Landgängen bis 18:00 Uhr gab es nicht mehr und waren auch aus Sicherheitsgründen nicht zu empfehlen.
Insgesamt ist zu beanstanden, dass die bordeigenen Übersetzer kein portugiesisch oder französisch beherrschten. Eine Verständigung mit den einheimischen Führern fand in englischer Sprache statt, deren Fremdsprachenkenntnisse in dieser Sprache äußerst begrenzt waren. Die Informationen waren dementsprechend knapp. Von den Übersetzern ( keine Fachkräfte und ohne länderkundliche Kenntnisse) wurde auch nicht nachgehakt.
Der einzige Lichtblick stellten die Vorträge von einer Lektorin und vom zufällig vorhandenen Studiosus-Begleiter dar.
Insgesamt kann man sagen, dass das Preis-Leistungsverhältnis an Bord der MS Hamburg ( Kabinen zum Preis bis 8000 Euro/ Person ) nicht den im Katalog angekündigten Komfort entspricht. Es ist ein Schiff aus dem Baujahr 1997 auch wegen der technischen Mängel und der räumlichen Aufteilung nicht nur für diese Route ungeeignet.
Auf dem Kreuzfahrtmarkt versucht Plantours eine Nische zu bedienen, indem sie seltene Routen anbietet und Häfen anfahren kann, die mit großen Schiffe nicht erreicht werden können. Dabei bewegt sich die Reederei auf einem gehobenen Preisniveau analog zum Vorbesitzer Hapag-Lloyd, ohne dessen Leistungsstandard im Entferntesten zu erreichen.
Wer den Luxus, Großzügigkeit an Bord in allen Bereichen (große öffentliche Räumlichkeiten, Balkonkabinen, freie Getränke und hochwertiges Kulturprogramm) bevorzugt, sollte dieses Schiff meiden. Auch das Argument der hohen Passagierzahlen sticht nicht, da auf den großen Schiffen wesentlich mehr Platz ist und ausreichend Ruhezonen für jeden vorhanden sind.
Eine weitere Ungeschicklichkeit war, dass sämtliche Getränke auch zu den Mahlzeiten bezahlt werden mussten. Das Getränkepaket umfasste auch nur ein begrenztes Getränkespektrum. Dies hätte besser im Gesamtpreis enthalten sein müssen. Ebenso die Visagebühren und Landausflüge.
Insgesamt waren wir uns an Bord mit vielen Passagieren einig: „Nicht das Schiff sondern die Route waren das Ziel“, und die waren äußerst beeindruckend und spannend.

Kabine 30%

Siehe oben

Gastronomie

Siehe oben

Service

Siehe oben

Landausflüge

Siehe oben

Unterhaltung & Sport

Siehe oben

Gesamt

Siehe oben

Bewertung der MS Hamburg

Kabine - 30%
Gastronomie - Keine Angabe
Service - Keine Angabe
Landausflüge - Keine Angabe
Unterhaltung - Keine Angabe

- %

Gesamt

Weiterempfehlung: Nein.

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